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Conference

Unentrinnbares, Unzerstörbares?

Zum Jüdischen und dessen Diskurs in der deutschjüdischen Literatur und Philosophie

Mar 21- 22, 2013

Symposium anlässlich des 70. Geburtstags von Itta Shedletzky

In Anspielung auf ein Kafka-Zitat schließt Itta Shedletzky ihren Aufsatz Existenz und Tradition mit den Worten: „Nicht nur im deutschjüdischen Bereich der neuen und neuesten Zeit – hier aber besonders stark und ambivalent – ist es die immer akuter werdende Spannung zwischen dem ‚Unentrinnbaren’ und dem ‚Unzerstörbaren’, welche die jüdische Erfahrung und deren Ausdruck in der Literatur bestimmt.“ Bis heute stellen sich in diesem Spannungsfeld Fragen nach dem Verhältnis von Diaspora und Zionismus, von Nationalismus und Sozialismus, von Säkularisierung, Moderne und Religion. Im Kontext der Globalisierung und Universalisierung und einer veränderten weltpolitischen Situation im 21. Jahrhundert wurde erneut über das Jüdische und dessen Diskurs in der deutschsprachigen Literatur in den letzten beiden Jahrhunderten nachgedacht.


Programm:


Donnerstag, 21. März 2013

14.00 - 14.30  Bettina Bannasch (Augsburg) und
 Astrid Deuber-Mankowsky (Berlin/Bochum): Begrüßung
14.30 - 15.30  Günter Oesterle (Gießen): Kreatürlichkeit in der jüdischen Literatur (zu Joseph Roth, Walter Benjamin u.a.)
15.30 - 16.30  Sonja Weinberg (Zürich): Das “Jüdische“ im Diskurs jüdischer Völkerrechtler: Der Internationalist Lassa Oppenheim (1858-1919)
16.30 - 17.00  Pause
17.00 - 18.00  Mirjam und Noam Zadoff (München): Das “Matterhorn seiner Nase“. Zur Wahrnehmung von Physiognomie und Habitus eines Kabbalaforschers
18.00 - 19.00  Tamar Lewinsky (Basel): „Golus, Zion und Romantik“. Eine kleine Wanderung.
19.00 - 19.30  Pause
19.30 - 20.30  Marlene Streeruwitz (Wien): Das Selbstverständliche

Freitag, 22. März 2013

10.00 - 11.00  Birgit Erdle (Jerusalem): Die Dringlichkeit der Frage
11.00 - 12.00  Stefan Braese (Aachen): Echt "jüdisch". Zur jüngeren Kulturgeschichte eines deutschen Begehrens
12.00 - 13.30  Mittagspause
13.30 - 14.30  Astrid Schmetterling (London): Yael Bartana und ihre Performance "Heim nach Polen"
14.30 - 15.30  Christina von Braun (Berlin): Was können Menschen im Prozess der Globalisierung aus der jüdischen Erfahrung lernen


Programm (download) 1,5 MB

Konzeption: Bettina Bannasch (Augsburg) 
und Astrid Deuber-Mankowsky (Berlin/Bochum)

Eine Veranstaltung der Universität Augsburg und der Ruhr-Universität Bochum 
in Kooperation mit dem ICI Berlin

Mit Unterstützung des Verbundes Universität Bayern e.V.


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