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Dichtung als Wissen

Durs Grünbein spricht über Dante mit Manuele Gragnolati, Fabian Lampart und Aldo Venturelli

Feb 27, 19:30, 2014

In Durs Grünbeins intensivem Dialog mit literarischen Vorgängern spielt Dante eine besondere Rolle. Dantes Dichtung ist für Grünbein ein Medium der Erkenntnis und des Wissens, und ein ausgeprägtes Interesse an der physisch-sinnlichen Qualität von Dichtung ist der Grund für die prominente Rolle Dantes in Grünbeins Essays. Denn Dantes Sprache ist für Grünbein exemplarisch für eine immer wieder angestrebte Identität zwischen physischer Wahrnehmung und Wort. Bei Dante sieht er eine spezifische Übersetzung körperlicher Sensationen und Erfahrungen in lyrisches Sprechen. Im Gespräch mit Manuele Gragnolati, Fabian Lampart und Aldo Venturelli gab Grünbein über Dante und seine Bedeutung für die eigene und die zeitgenössische Lyrik Auskunft.


Durs Grünbein lebt als Schriftsteller, Lyriker und Essayist in Berlin und Rom. Er hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, u. a. den Georg-Büchner-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis, den Pier-Paolo-Pasolini-Preis – und ihm wurde als erstem Nicht-Philosophen der Friedrich-Nietzsche-Preis verliehen. Er war Gast der German Departments der New York University, des Dartmouth College, der Villa Aurora in Los Angeles und der Villa Massimo in Rom. Grünbein veröffentlichte neben Gedichten mehrere Essaysammlungen, ein Opernlibretto sowie Neuübersetzungen von Theaterstücken der Antike. Sein Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Manuele Gragnolati unterrichtet seit 2003 Mittelalterliche Literaturwissenschaft mit einem Schwerpunkt zu Dante an der Universität Oxford, wo er Fellow am Somerville College ist. Studium der klassischen Philologie, Italianistik und mittelalterlichen Literaturwissenschaft an den Universitäten Pavia, Paris-Sorbonne und Columbia in New York. Zahlreiche Publikationen zu Dante sowie zur Literatur des Mittelalters und des 20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen ist eine vergleichende Studie zu Dante, Pasolini und Morante unter dem Titel: Amor che move. Linguaggio del corpo e forma del desiderio in Dante, Pasolini e Morante (il Saggiatore 2013). Gragnolati ist Vize-Direktor des ICI Berlin.

Fabian Lampart unterrichtet Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg. Studium an den Universitäten von Augsburg, Sussex und Bologna. Auf den Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford folgte 2009 die Habilitation. Publikationen zur deutschen und europäischen Literatur- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zu wissensgeschichtlichen und literaturtheoretischen Fragen. Zuletzt erschienen: Nachkriegsmoderne. Transformationen der deutschsprachigen Lyrik 1945–1960 (De Gruyter 2013).

Aldo Venturelli ist seit 2011 Leiter des Italienischen Kulturinstituts in Berlin. Er ist ordentlicher Professor für neuere deutsche Literaturgeschichte der Universität Urbino. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen vor allem Friedrich Nietzsche, Robert Musil und die Konstellation der Klassischen Moderne. Im Jahr 2000 wurde er erster italienischer Generalsekretär des Deutsch-Italienischen Kulturzentrums Villa Vigoni, welches er bis 2007 geleitet hat. Von 2009-2011 war er Mitglied der Deutsch-Italienischen Historikerkommission für die Erarbeitung der Kriegsvergangenheit beider Länder.



Zeit: Donnerstag, 27. Februar 2014, 19:30
Ort:
ICI Berlin
Auf Deutsch


Die Veranstaltung war eine Kooperation des Istituto Italiano di Cultura di Berlino und des ICI Berlin.


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